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LEXIKON

Sarkophg

[
der; griechisch, „Fleischverzehrer“
]
Steinsarg, der meist als Hülle anderer (Holz-)Särge dient. Neben schlichten Kistensarkophagen finden sich im altägyptischen Bestattungswesen Steinsärge in Hausform. Inschriften, Reliefs und Bemalungen geben oft Hinweise auf Herkunft und Verdienste des Verstorbenen. Relativ bescheiden sind die Sarkophage assyrisch-babylonischer Könige. Zu den prunkvollsten griechischen Sarkophagen gehören die Marmorsärge der Könige von Sidon mit reichem Reliefschmuck. Im 6. Jahrhundert v. Chr. kam der auch in Etrurien verbreitete Typus des Klinensarkophags auf, dessen Deckel die liegend oder halb aufgerichtet freiplastisch dargestellte Figur des Bestatteten trägt. Die Schauseiten der römischen Sarkophage sind mit reichem Reliefdekor verziert. Die Anfänge der christlichen Sarkophagplastik liegen im 3. Jahrhundert n. Chr. Häufig sind in der Frühzeit Darstellungen von christlichen Sinnbildern, doch erweiterte sich dieser Themenkreis schon im 4. Jahrhundert mit friesartig angeordneten Szenen aus dem Leben Christi und der Apostel. In Renaissance und Barock wurde der Sarkophag häufig zum Mittelpunkt eines reich ausgestatteten Grabmals.
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