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LEXIKON

Smos

griechische Insel vor der Westküste Kleinasiens, 476 km2, rd. 41 000 Einwohner; Hauptort Vathy; hügelig bis gebirgig (bis 1443 m hoch); Anbau von Wein, Südfrüchten, Oliven; Marmorvorkommen; Tourismus. Reste aus der Antike (Weltkulturerbe seit 1992): Pythagoreion (die antike Stadt Samos) und Heraion (Tempelbezirk der Hera).

Geschichte

Seine größte wirtschaftliche Blüte erlebte Samos unter der Tyrannis des Polykrates im 6. Jahrhundert v. Chr. 405 v. Chr. wurde es durch Verleihung des athenischen Bürgerrechts ausgezeichnet. Im 4. Jahrhundert v. Chr. vorübergehend selbständig, besaß Samos auch unter den Römern seit 188 v. Chr. den Status einer freien Stadt. 1304 kam die Insel unter genuesische Herrschaft, 1475 zum Osmanischen Reich. 1912 erfolgte die Vereinigung mit Griechenland.
Samos ist die Heimat des Pythagoras sowie berühmter Architekten und Ingenieure. Die gleichnamige antike Hauptstadt der Insel erhielt unter Polykrates u. a. eine unterirdische Wasserleitung (erhalten); rund 5 km westlich befand sich das Heraion (mit Tempel und Altar); es galt als eines der 7 Weltwunder. Ausgrabungen seit 1910 förderten Kunstwerke aus archaischer und hellenistischer Zeit zu Tage.
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