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LEXIKON

Saint-John Perse

[sɛ̃dʒɔn ˈpɛrs]
eigentlich Alexis Léger
französischer Dichter, * 31. 5. 1887 Saint-Léger-les-Feuilles, Guadeloupe,  20. 9. 1975 Giens; Diplomat; seine feierlichen freirhythmischen Dichtungen besingen in visionären, metaphernreichen Bildern Mensch und Kosmos. Werke: „Preislieder“ 1911, deutsch 1957; „Anabasis“ 1924, deutsch 1950; „Exil“ 1942, deutsch 1957; „Pluies“ 1944; „Winde“ 1946, deutsch 1957; „See-Marken“ 1957, deutsch 1959; „Chronik“ 1960, deutsch 1960; „Vögel“ 1964, deutsch 1964. Nobelpreis für Literatur 1960.
  • Erscheinungsjahr: 1911
  • Veröffentlicht: Frankreich
  • Verfasser:
  • Deutscher Titel: Preislieder
  • Original-Titel: Éloges
  • Genre: Prosagedichte
Die in Paris unter dem Titel »Preislieder« erschienene Sammlung von Prosagedichten des aus Guadeloupe (Antillen) stammenden Saint-John Perse (* 1887,  1975) stellen dem paradiesischen Leben im Einklang mit der Natur abstoßende Bilder der Stadtzivilisation gegenüber: Robinson Crusoe kehrt von seinem Inseldasein in den Schmutz Londons zurück. Crusoes verlassene subtropische Insel, auf der der Mensch der Natur nicht entfremdet ist, wird zur rückwärts gewandten Utopie. - Die deutsche Übersetzung erscheint 1938.
  • Erscheinungsjahr: 1946
  • Veröffentlicht: Frankreich
  • Verfasser:
  • Deutscher Titel: Winde
  • Original-Titel: Vents
  • Genre: Prosagedicht
Paul Claudel bezeichnet Saint-John Perses (* 1887,  1975) vierteiliges Prosagedicht »Winde« als episch-lyrischen Zivilisationsentwurf einer neuen Welt. In hymnischer Sprache besingt der Dichter die Winde als Beleber und Gestalter der Welt, als reinigende Kraft. In Anlehnung an Friedrich Nietzsche werden permanenter Aufbruch und Unbotmäßigkeit als Bedingungen für ein menschenwürdiges Leben evoziert.
Die deutsche Übersetzung erscheint 1957. erhält Saint-John Perse den Literaturnobelpreis »für den erhabenen Gedankenflug und die beschwörende Bildsprache seiner Dichtungen, die visionär die Verhältnisse unserer Zeit widerspiegeln«.
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