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LEXIKON

Rosenkreuzer

Rosenkreutzer
Name für unterschiedliche Rosenkreuzer-Bewegungen in der Neuzeit, deren Vorbild die „Bruderschaft“ des C. Rosencreutz (* ca. 1378,  1484) ist und deren Symbole vier Rosen mit einem Kreuz sind. Im 17. Jahrhundert ging eine Rosenkreuz-Reformbewegung innerhalb des Protestantismus zurück auf 3 anonyme Traktate (16141616) des späteren Hofpredigers J. V. Andreä (* 1586,  1654) zur Erneuerung von Kirche, Staat und Gesellschaft (Pansophie). Im 18. Jahrhundert wurde die Rosenkreuzer-Bruderschaft von antiaufklärerischen Richtungen im Umfeld der Freimaurerei aufgegriffen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist Rosenkreuzer Selbstbezeichnung verschiedener Okkultgruppen und neugnostischer Gemeinschaften. Rosenkreuzer-Organisationen: Antiquus Mysticus Ordo Rosae Crucis (AMORC), gegründet 1916, deutsch Alter mystischer Orden vom Rosen-Creutz, deutsche Zentrale in Baden-Baden; Lectorium Rosicrucianum (LR), gegründet 1925, deutsch Internationale Schule des Rosenkreuzes, Zentrale in Haarlem (Niederlande).
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