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LEXIKON

Rkoko

[
das; französisch rocaille, „Muschel“
]

Malerei

Die stilprägende Rokokomalerei Frankreichs wird repräsentiert von A. Watteau, F. Boucher, J. M. Nattier und N. Lancret. Vor allem die Bilder Watteaus verkörpern die höfisch-galante, poetische Malweise, die zum hervorstechenden Merkmal des französischen Rokokos wurde. Zwei weitere bedeutende Repräsentanten sind J. H. Fragonard, ein Schüler Bouchers, und der aus der Schule von Watteau hervorgegangene J.-B. F. Pater. Genre-, galante Fest- oder Venusdarstellungen traten in den Vordergrund. Das Pastell mit seinen lichten Farben wurde zur bevorzugten Technik. Die neue malerische Auffassung wurde neben Frankreich vor allem in Venedig und London entwickelt. Im neuen, eleganten Porträtstil trat das Psychologische zugunsten des Dekorativen zurück. Motive aus Religion und Mythologie erfuhren in den grandiosen Fest- und Triumphdarstellungen G. B. Tiepolos eine Steigerung. Die Poesie der Städte, Plätze und Kanäle wurde in Venedig entdeckt (A. Canaletto) und inspirierte die europäische Landschaftsmalerei. Weitere bedeutende italienische Rokokomaler waren F. Zuccarelli und F. Guardi. In England schuf T. Gainsborough elegante Landschaftsbilder, während W. Hogarth die zeitgenössische englische Gesellschaft in seinen Sittenschilderungen karikierend darstellte.
  1. Einleitung
  2. Architektur und Dekoration
  3. Malerei
  4. Literatur und Musik
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