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LEXIKON

Rkoko

[
das; französisch rocaille, „Muschel“
]

Literatur und Musik

In der Dichtung setzen sich nach französischem Vorbild (P. C. de Marivaux) zierlich-heitere, spielerisch-tändelnde Formen durch. Die Anakreontiker J. W. L. Gleim, J. P. Uz und J. N. Götz priesen in ihrer Lyrik Liebe, Wein und Geselligkeit; auch Lessing, Goethe, Schiller schlossen sich in ihrer Jugend dieser Richtung an. Daneben wurde auch die englische Literatur, die eine zugleich körperliche und geistige Vervollkommnung zum Ideal erhob (A. A. Shaftesbury, A. Pope), zum Vorbild vieler deutscher Dichter (F. von Hagedorn, C. M. Wieland).
Mit dem Begriff Rokoko hat die Musikwissenschaft lange die Jahre zwischen 1735 und 1785 bezeichnet, die stilistisch zwischen J. S. Bachs Kontrapunktik und der Wiener Klassik liegen. In der Forschung wird seit den 1960er Jahren dagegen versucht, die musikalischen Erscheinungen der Zeit (Mannheimer Schule, Empfindsamkeit, galanter Stil, französische Clavecinisten u. a.) unter den neutralen Begriff Vorklassik zu fassen.
  1. Einleitung
  2. Architektur und Dekoration
  3. Malerei
  4. Literatur und Musik
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