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LEXIKON

römische Kaiserzeit

in Mitteleuropa der von der germanischen und provinzialrömischen Kultur geprägte letzte Abschnitt der Eisenzeit, von Christi Geburt bis zum Beginn der Völkerwanderung 375 dauernd. Im letzten Jahrhundert v. Chr. war das Alpenvorland bis zur Donau hin von den Römern erobert worden, im Westen blieb weitgehend der Rhein die Grenze des Römischen Reichs. Gleichzeitig hatten sich die Germanen aus ihrem Zentrum im südlichen Skandinavien bis zum Rhein im Westen, Main im Süden und zur Weichsel im Osten ausgebreitet. Aus kleineren Einheiten waren größere Stämme entstanden und bildeten damit einen echten Gegensatz zum provinzialrömischen Machtbereich. Die römische Kaiserzeit war noch nicht die Zeit der großen germanischen Wanderungen. Einheimische Erzeugnisse waren die Keramik und die Schöpfungen des aufgeblühten Metallhandwerks. Römisches Importgut gelangte (oft auch als Kriegsbeute) besonders im 1. und 2. Jahrhundert weit ins germanische Gebiet und war besonders auf den Raum entlang der Flussläufe, auf die Küstenzonen und die großen Ostseeinseln konzentriert. Das 2. und 3. Jahrhundert brachte die Ausdehnung der germanischen Kultur nach Osten bis ins Schwarzmeergebiet; es kam zu immer häufigeren Grenzkriegen zwischen Römern und Germanen, bis schließlich das Römische Reich dem Ansturm der Germanen erlag.
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