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LEXIKON

Ritter

Mittelalter
bis ins 11. Jahrhundert der berittene und vollgerüstete Adlige, Freie bzw. Vasall (lateinisch miles), seit dem 12. Jahrhundert auch der in gleicher Weise Kriegsdienst leistende unfreie Dienstmann (Ministeriale). In der Stauferzeit entwickelte sich eine ritterliche Kultur (Minne, Turnier), deren literarisches Zeugnis die höfische Dichtung ist.
Ritter (14. Jahrhundert)
Ritter (14. Jahrhundert)
Heinrich II. von Frauenberg im ritterlichen Zweikampf, Manessische Liederhandschrift Heidelberg, Universitätsbibliothek.
Die Ritterwürde wurde nach einer Knappenzeit durch die Schwertleite (seit dem 13. Jahrhundert Ritterschlag) verliehen. Sie konnte von jedem Angehörigen des hohen oder niederen Adels erworben werden, der ritterlich lebte und zu Pferde Kriegsdienst leistete. Seit dem 12. Jahrhundert, endgültig seit Mitte des 13. Jahrhunderts schloss sich das Rittertum ständisch ab; der Ritter musste nun die Ritterbürtigkeit, d. h. die Abstammung von ritterlichen Ahnen nachweisen. Seit dem Spätmittelalter verstand man unter Rittern die Angehörigen des niederen Adels (im Gegensatz zu den Fürsten, Grafen und Herren), die als Reichsritterschaft bzw. Ritterschaft eines Territoriums einen erblichen Stand bildeten.
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