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LEXIKON

Reizbewegungen

durch physikalische oder chemische Faktoren ausgelöste Bewegungen, die meist auf besondere Organe beschränkt sind. Freie Ortsbewegung ist bei Einzellern, vielen Algen, niederen Pilzen, Moosen, Farnen und primitiven Nadelgehölzen anzutreffen und meist auf Fortpflanzungszellen beschränkt. Die Schwimm- oder Kriechbewegung kann durch Reize gerichtet werden (Taxis). Bei positiver Taxis liegt Anlockung vor, bei negativer Taxis eine Flucht. Je nachdem, ob ein Schwerkraft-, Licht-, Erschütterungs- oder chemischer Reiz wirksam ist, spricht man von Geo-, Foto-, Seismo- oder Chemotaxis. Bei Samenpflanzen sind die Reizbewegungen beschränkt auf z. T. sehr langsame Änderungen der Lage von Blättern, Sprossen oder Wurzeln. Derartige Reizbewegungen, die positiv oder negativ zur Reizquelle gerichtet sind, heißen Tropismen (Tropismus). Vom Bau der Pflanze, nicht von der Reizrichtung abhängig sind die Nastien.
Augentierchen (Grünes)
Grünes Augentierchen
Geißeltierchen sind die ursprünglichsten Einzeller. Durch diese Gruppe läuft die Grenze zwischen Pflanzen- und Tierreich. Die abgebildeten Grünen Augentierchen (Euglena viridis) sind streng genommen eigentlich Pflanzen.
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