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LEXIKON

Regietheater

Bezeichnung für eine Form der Theaterinszenierung, in dem nicht die „werkgetreue“ Wiedergabe eines Dramas im Sinne seines Autors im Mittelpunkt steht, sondern die eigenständige Interpretation des Textes durch den Regisseur und/oder das Ensemble die Aufführung bestimmt. Das Interesse gilt nicht der Frage, was der Autor mit seinem Stück sagen will, sondern der Neugier darauf, was der Regisseur mit der Inszenierung auszudrücken sucht. Das Regietheater gewann im Naturalismus an Bedeutung und wurde im 20. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum zur prägenden Form der Theaterarbeit. Bedeutende Vertreter u. a.: Max Reinhardt, W. E. Meyerhold, Erwin Piscator, Peter Stein, Peter Zadek, Claus Peymann, Michael Thalheimer, Thomas Ostermeier.
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