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LEXIKON

Reblaus

Viteus vitifolii
schädliche Pflanzenlaus aus der Familie der Blattläuse, wurde um 1860 von Amerika nach Europa eingeschleppt; Länge etwa 1 mm. Aus dem unter der Weinstockrinde abgelegten Ei schlüpfen im Frühjahr flügellose Rebläuse, die stammaufwärts zu den Blättern wandern und dort als Gallenläuse leben. Diese vermehren sich durch Jungfernzeugung. Dabei entstehen teils wiederum Gallenläuse, teils nach unten wandernde Individuen (Wurzelläuse), die an den Wurzeln die Nodositäten (Knollen) erzeugen, sich ebenfalls wieder generationenlang durch Jungfernzeugung vermehren und auch hier überwintern können. Im Herbst erzeugen die Wurzelläuse geflügelte Formen, die an den Blattunterseiten 2 Arten von Eiern ablegen; große, die die ungeflügelten Weibchen, und kleine, die die ungeflügelten Männchen hervorbringen. Die Weibchen legen je ein befruchtetes Ei unter der Rinde ab, das überwintert. In Europa läuft meist nur die Vermehrung durch die Wurzelläuse der Reblaus ab, während der volle Zyklus sich nur in den amerikanischen Weingebieten vollzieht. Die befallenen Rebenstöcke sterben ab.
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