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LEXIKON

ravenntische Kunst

die spätantik-christliche Kunst in Ravenna, deren Bedeutung vor allem in der großen Zahl der unverfälscht erhaltenen Bauten mit Mosaikschmuck liegt, darunter das sog. Mausoleum der Galla Placidia (2. Viertel des 5. Jahrhunderts) und S. Giovanni Evangelista, die nach 424 gegründete Hofkirche als frühestes Beispiel einer ravennatischen Basilika. Als weitere Bauten sind hervorzuheben: Baptisterium der Orthodoxen, zu Beginn des 5. Jahrhunderts erbaut, um 460 mit Kuppel und Mosaiken ausgestattet; S. Apollinare Nuovo (um 490), Gründung Theoderichs als arianische Hofkirche; S. Apollinare in Classe, 549 geweiht; S. Vitale, ein um 545 gebauter, mit Umgang und Emporen ausgestatteter oktogonaler Zentralbau, dessen gesamtes Sanktuarium mit Mosaiken überzogen ist; Mausoleum des Theoderich, noch zu dessen Lebzeiten als doppelgeschossiger Grabbau von syrischem Typus errichtet.
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