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LEXIKON

Rabe

John Heinrich Detlev, deutscher Kaufmann, * 23. 11. 1882 Hamburg,  5. 1. 1950 Berlin; ging 1908 nach China und arbeitete dort seit 1911 für die Firma Siemens, seit 1931 als Leiter der Niederlassung in Nanjing. Rabe gründete dort 1934 eine deutsche Schule und trat in die NSDAP ein. Nach Beginn des japanisch-chinesischen Krieges 1937 war Rabe führend an der Schaffung einer internationalen Sicherheitszone beteiligt, in der nach der japanischen Eroberung Nanjings am 13. 12. 1937 zeitweise rd. 250 000 Flüchtlinge vor den japanischen Massakern Schutz fanden. Rabe kehrte 1938 nach Berlin zurück und versuchte, über die japanischen Kriegsverbrechen aufzuklären. Er wurde daraufhin von der Gestapo verhaftet, verhört und zum Stillschweigen gezwungen. Sein Tagebuch über die Geschehnisse in Nanjing wurde erst 1996 veröffentlicht. In Nanjing befindet sich heute eine Gedenkstätte. Spielfilm „John Rabe“ 2009.
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