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LEXIKON

Raabe

Raabe, Wilhelm
Wilhelm Raabe
Wilhelm, Pseudonym: Jakob Corvinus, deutscher Erzähler, * 8. 9. 1831 Eschershausen, Weserland,  15. 11. 1910 Braunschweig; seit 1855 freier Schriftsteller, bis 1862 in Wolfenbüttel, bis 1870 in Stuttgart, dann in Braunschweig. In seinen Romanen „Die Chronik der Sperlingsgasse“ 1857, „Der Hungerpastor“ 1864, „Abu Telfan“ 1868 und „Der Schüdderump“ 1870 fand er zu dem schwermütig-humorvollen Ton, mit dem er beschwörend vor dem Ungeist der Zeit warnte; in seinem Spätwerk („Das Odfeld“ 1889; „Stopfkuchen“ 1891; „Die Akten des Vogelsangs“ 1896; „Altershausen“ [postum] 1911) kam er zu einem Altersstil, der einen mystischen Zusammenhang der Dinge zu erschließen suchte.
Wilhelm-Raabe-Literaturpreis
Raabe-Preis
Name des Preises: Wilhelm-Raabe-Literaturpreis
Gründungsjahr: 1944
Vergabegremium: Stadt Braunschweig und DeutschlandRadio
Vergaberhythmus: bis 1990 alle 3 Jahre verliehen; seit 2000 alle 2 Jahre
Preisgeld: 25 000 Euro
Zweck: Zum Andenken an den Dichter Wilhelm Raabe, der vier Jahrzehnte, von 1870 bis 1910, in Braunschweig lebte und Ehrenbürger der Stadt war, ausgezeichnet wird ein in deutscher Sprache verfasstes Einzelwerk
1944Ricarda
Huch
1947Fritz von Unruh
1948Werner Bergengruen
1949Ina Seidel
1950Hermann Hesse
1954Max Frisch
1957Friedrich Georg Jünger
1960Gerd Gaiser
1963Hans Erich Nossack
1966Heimito von Doderer
1969(keine Verleihung)
1972Walter Kempowski
1975Uwe Johnson
1978Horst Bienek
1981Hermann Lenz
1984Alois Brandstetter
1987Siegfried Lenz
1990Gerhard Köpf
2000Rainald Goetz
2002Jochen Missfeldt
2004Ralf Rothmann
2006Wolf Haas
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