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LEXIKON

polnische Kunst

Plastik

Der im Mittelalter übliche Backsteinbau stand der Ausbildung einer nationalpolnischen Bildhauerkunst entgegen; die Entwicklung wurde bis zum 16. Jahrhundert hauptsächlich von Deutschen (Veit Stoß, Hochaltar der Marienkirche zu Krakau, 1489) und Italienern bestimmt. Die polnischen Meister Jakób T. Twardowski und Jan M. von Urzdów vertraten in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts mit Grabmälern in Krakau, Łowicz und Posen (polnisch Poznań) eine italienische Richtung, die bis zum Barock vorherrschend blieb, während im 18. Jahrhundert französische Einflüsse dominierten (Reiterstatue des Königs Johann III. Sobieski). Zu Beginn des 19. Jahrhunderts unterlag die polnische Bildhauerkunst Einflüssen von B. Thorvaldsen und A. Canova; um 1900 bestimmten vor allem A. Rodin und A. Bourdelle ihren Stil. Die Werke der „Polnischen Formisten“ (Zbigniew Pronaszko) 1917 orientierten sich am westlichen Kubismus. Große Ausdruckskraft erreichte X. Dunikowski durch Vereinfachung der Formen (Denkmal für die schlesischen Aufständischen). Die gegenwärtige polnische Bildhauerkunst ist auf der Suche nach neuen Ausdrucksmitteln.
  1. Einleitung
  2. Architektur
  3. Plastik
  4. Malerei
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