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LEXIKON

polnische Kunst

Architektur

Spätromanischen Bauten (Kathedrale in Krakau, seit 1142; Kollegiatskirche in Tum, 11411161) folgten am Anfang des 13. Jahrhunderts, vermittelt durch die Zisterzienser, gotische Bauformen, deren Anwendung einen Höhepunkt in der Krakauer Bauschule erreichte (Marienkirche in Krakau; Jakobskirche in Thorn, polnisch Toruń, 14. Jahrhundert). Barocke Gestaltungstendenzen drangen um 1600 ein (Kasimirkirche in Wilna, litauisch Vilnius, 15961604) und verbreiteten sich im 17. Jahrhundert vor allem durch italienische Meister (Heiligkreuzkirche in Warschau, seit 1682; Schloss Wilanów bei Warschau, seit 1681; Schloss Rydzyna, 16961704). Der Klassizismus bestimmte die Bauentwicklung seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert vor allem in Warschau (Palais Staszic, 1820; Großes Theater, 1832 u. a.).
Nach 1945 fand Polen auf der Grundlage einer nüchternen, maß- und geschmackvollen Baugesinnung zu einem an westeuropäischen Architekturvorbildern orientierten Stil. Mustergültiges wurde in der Restaurierung der zerstörten Altstädte (Warschau, Danzig u. a.) geleistet.
  1. Einleitung
  2. Architektur
  3. Plastik
  4. Malerei
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