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LEXIKON

Phrgien

im Altertum Landschaft und Königreich in der Mitte Kleinasiens. Nach der Einwanderung der indoeuropäischen Phryger um 1200 v. Chr. kam es zunächst nicht zur Bildung eines größeren Staatsverbandes. Ein selbständiges Königreich um die Hauptstadt Gordion gewann erst im 8. Jahrhundert v. Chr. erhebliche Bedeutung; als sagenhafter Gründer wird Gordios genannt. Den Höhepunkt seiner Macht erreichte Phrygien unter König Midas (um 710 v. Chr.); im Bund mit Urartu konnte es sich gegenüber dem nach Kleinasien vordringenden Assyrien behaupten. Das Reich wurde aber um 695 v. Chr. von den Kimmeriern zerstört und verlor damit für immer seine Bedeutung. Die Kultur Phrygiens scheint weitgehend einheimisch-anatolischen Traditionen zu entstammen. Einflüsse aus dem Südosten (Syrien) sind ebenso deutlich wie ein lebhafter kultureller Austausch mit dem griechisch besiedelten Westkleinasien. Die Griechen übernahmen den Kult der Kybele, der großen Göttermutter. Besondere Bedeutung hatte die Musik der Phryger, die die griechische Musik stark beeinflusste.
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