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LEXIKON

Petersen

Wolfgang, deutscher Filmregisseur, * 14. 3. 1941 Emden; zunächst Fernseharbeiten; danach Entwicklung zum auch international erfolgreichen Spielfilmregisseur; drehte u. a. „Das Boot“ 1981 (nach L. G. Buchheim), „Die unendliche Geschichte“ 1983 (nach M. Ende), „Tod im Spiegel“ 1990; „In the Line of Fire“ 1993; „Outbreak“ 1995; „Air Force One“ 1997; „Der Sturm“ 2000; „Troja“ 2004; „Poseidon“ 2006.
  • Deutscher Titel: Das Boot
  • Original-Titel: DAS BOOT
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1981
  • Regie: Wolfgang Petersen
  • Drehbuch: Wolfgang Petersen, nach einem Roman von Lothar-Günther Buchheim
  • Kamera: Jost Vacano
  • Schauspieler: Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer, Klaus Wennemann, Hubertus Bengsch, Martin Semmelrogge
Wolfgang Petersens Film »Das Boot« wird zu einem auch international gefeierten Erfolg. Mit 25 Mio. DM ist das Werk auch eine der bisher teuersten deutschen Produktionen.
Erzählt wird die Geschichte des deutschen U-Bootes »U 96« und seiner Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Nach wochenlangen Operationen im Atlantik mit dramatischen Zwischenfällen soll das Boot die Meerenge von Gibraltar durchqueren, um im Mittelmeer zu kämpfen. Der Versuch scheitert, schwer beschädigt kehrt U 96 in den scheinbar sicheren Hafen an der Kanalküste zurück. Dort aber wird das Boot bei einem Tieffliegerangriff völlig zerstört, ein Großteil der Besatzung verliert das Leben.
»Das Boot« schildert in packenden und realistischen Bildern den Krieg. Von den menschlichen Schicksalen, den Ängsten und Nöten der Besatzung bleibt allerdings im Unterschied zur dreiteiligen Fernsehfassung nur wenig übrig.
  • Deutscher Titel: Die unendliche Geschichte
  • Original-Titel: DIE UNENDLICHE GESCHICHTE
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1983
  • Regie: Wolfgang Petersen
  • Drehbuch: Wolfgang Petersen, Hermann Weigel, nach einem Roman von Michael Ende
  • Kamera: Jost Vacano
  • Schauspieler: Noah Hathaway, Barret Oliver, Patricia Hayes, Tami Stronach, Sidney Bromley
Wolfgang Petersen verfilmt in 1983 »Die unendliche Geschichte« die erste Hälfte des gleichnamigen Erfolgsromans von Michael Ende.
Erzählt wird die Geschichte des fantasiebegabten Jungen Bastian (Barret Oliver), der nach dem Tod seiner Mutter bei seinem Vater lebt. In einer Buchhandlung stiehlt Bastian eines Tages ein seltsames Buch, das ihn auf unerklärliche Weise fasziniert. Er versteckt sich auf dem Dachboden der Schule und beginnt zu schmökern: Er liest von der Bedrohung des Landes Fantasien, seiner Bewohner und der kindlichen Kaiserin (Tami Stronach), denn immer größere Stücke des Landes werden von einem unheilvollen Nichts verschluckt. Der Grund für die Katastrophe sind die vielen Menschen, die ihre Träume verlieren, aus denen Fantasien besteht. Der Junge Atreju (Noah Hathaway) soll helfen. Mehr und mehr wird Bastian in die Geschichte hineingezogen und sieht sich bald selbst als Teil der Handlung: Nur er kann das Reich der Kindlichen Kaiserin retten, indem er ihr einen neuen Namen gibt. Doch bevor das gelingt, erlebt er noch viele Abenteuer mit Fuchur, dem Glücksdrachen, und anderen sonderbaren Lebewesen.
Die bundesdeutsche Produktion knüpft in Aufwand und Machart an das große Hollywood-Kino an darauf verweisen u.a. die technisch perfekt gestalteten Fabelwesen. Regisseur Petersen zielt auch auf den amerikanischen Markt, um die hohen Kosten (rd. 60 Mio. DM) einspielen zu können. So versetzt das spannende Märchen kleine und große Betrachter in Staunen.
Der Film erreicht die Qualität der literarischen Vorlage nicht, Autor Michael Ende distanziert sich denn auch von der Produktion.
  • Deutscher Titel: In The Line Of Fire Die zweite Chance
  • Original-Titel: IN THE LINE OF FIRE
  • Land: USA
  • Jahr: 1993
  • Regie: Wolfgang Petersen
  • Drehbuch: Jeff Maguire
  • Kamera: John Bailey
  • Schauspieler: Clint Eastwood, John Malkovich, Rene Russo, Dylan McDermot
»In the line of fire« ist mehr ein Clint-Eastwood-Film als der des deutschen Regisseurs Wolfgang Petersen, von dem Kritiker behaupten, seine beste Leistung im Rahmen der Produktion sei wohl die, dass die Regie nicht sonderlich auffalle.
Rechtzeitig zum 30. Jahrestag der Ermordung John F. Kennedys konstruiert der Plot den erneuten Versuch eines Attentats auf den amtierenden amerikanischen Präsidenten. Clint Eastwood mimt dabei einen Secret-Service-Agenten, der sich Vorwürfe macht, bei Kennedys Ermordung versagt zu haben. Er wird fortan zum Kontrahenten des gegenwärtigen Killers, eines intelligenten Psychopathen (John Malkovich). »In The Line Of Fire« bezieht seine Spannung ebenso wie »Auf der Flucht« (1993) aus dem packenden Duell der Hauptfiguren. Vielen Kritikern erscheint der Film als der beste amerikanische Thriller des Jahres.
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