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LEXIKON

Nietzsche

Nihilismus Die Entwertung aller Werte

Im Zentrum seiner dritten Phase steht Nietzsches philosophisch-dichterisches Hauptwerk „Also sprach Zarathustra“ (Teil IIII 1883/84, IV 1891), in dem er die radikale Abkehr von allen tradierten Werten, Normen und (Vor-)Urteilen (Nihilismus) als Voraussetzung dafür sieht, dass sich ein neuer, in der Zukunft lebender Mensch entfalten könne. Damit einher gehen die Gedanken vom „Übermenschen“ (als dem einzig wahren, weil werteschaffenden Menschen), vom „Tod Gottes“, der „Umwertung aller Werte“ und vom „Willen zur Macht“. An dieses Werk, das zugleich auch Motive von Lebens- und Existenzphilosophie vorwegnimmt, schließen sich mehrere Arbeiten an, die eine Kritik an der bisherigen Philosophie, am Christentum und an den herrschenden sittlichen Grundsätzen beinhalten („Jenseits von Gut und Böse“ 1886, „Zur Genealogie der Moral“ 1887, „Der Antichrist“ 1888). Das geplante systematische Hauptwerk, das die Philosophie des „Zarathustra“ fortsetzen sollte („Der Wille zur Macht“), blieb unvollendet. Die letzte Schrift vor Ausbruch der Geisteskrankheit war die Autobiografie „Ecce Homo“ (postum 1908).
  1. Einleitung
  2. Griechenland, Schopenhauer und Wagner
  3. Nihilismus Die Entwertung aller Werte
  4. Nachwirkung
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