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LEXIKON

Niederschläge

die flüssigen und festen Ausfällungsprodukte des Wasserdampfs, die aus der Atmosphäre auf die Erde fallen. Voraussetzung für die Bildung von Niederschlägen ist die Abkühlung feuchter Luft unter den Taupunkt. Sie entstehen beim Aufgleiten von Luftmassen an einer Front (zyklonale Niederschläge), bei einem durch Bodenerhebungen erzwungenen Aufstieg feuchter Luft (Geländeregen, Steigungsregen) oder bei deren freiem Aufstieg (Konvektionsniederschläge); sie fallen als Dauerniederschläge oder als Schauer. Flüssige Niederschläge: Regen, Niesel, Nebelreißen; feste Niederschläge: Schnee, Griesel, Eisregen, Hagel. Die Quantität der Niederschläge wird mit dem Regenmesser bestimmt. Sie ist durchschnittlich am größten in den Tropengürteln (Zenitalregen) und am geringsten in den Rand- und Subtropen (Trockenzonen um 30° nördliche und südliche Breite); allgemein nimmt sie vom Äquator zu den Polen hin ab. Das Maximum fällt in Deutschland in den Allgäuer und Lechtaler Alpen (2500 mm). Die mittlere Jahreshöhe der Niederschläge der ganzen Erde liegt wahrscheinlich bei 1000 mm. Nirgends fehlen Niederschläge ganz, jedoch können sie in Trockenwüsten mehrere Jahre ausbleiben. Niederschläge enthalten Staub, Ruß, gelöste Gase (z. B. Kohlendioxid), Salze u. a. chemische Verbindungen, auch radioaktive. saurer Regen.
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