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LEXIKON

Neutrnenwaffe

fälschlich Neutronenbombe
eine seit Mitte der 1960er Jahre konzipierte Kernwaffe, die eine erheblich stärkere Strahlenwirkung als die bisherigen hat. Material wird nicht zerstört (übliche Kernwaffen zerstören Menschen und Material). Die Neutronenwaffe besteht aus einem herkömmlichen Plutonium-Sprengsatz, der eine Wasserstoff-Ladung zur Kernfusion bringt; Hitze, Teilchen- und γ-Strahlung werden vom Beryllium-Mantel der Neutronenwaffe reflektiert, vor allem in Form von Neutronen, deren tödliche Strahlungswirkung bis 1200 m reicht. Die Neutronenwaffe soll vor allem gegen Panzerverbände eingesetzt werden, um deren Besatzungen auszuschalten. Die zerstörenden Wirkungen von Hitze und Druck werden auf eine geringere Fläche begrenzt als bei bisherigen Kernwaffen; die Gefährdung durch bleibende (remanente) Strahlung aus induziertem Erdreich ist vermindert. Die amerikanischen Neutronenwaffen sind als Sprengköpfe für Raketen und für schwere Artillerie-Munition vorgesehen.
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