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LEXIKON

Neithardt

Nithardt; Nithart
Neithardt, Mathis
Mathis Neithardt
Mathis, änderte seinen Familiennamen in Gothart, genannt Matthias Grünewald, deutscher Maler und Ingenieur, * vermutl. um 1470/1480 Aschaffenburg,  31. 8. 1528 Halle (Saale); tätig in Aschaffenburg, wo er 1511 den inneren Umbau des Schlosses leitete, 1516 in Diensten des Kardinals Albrecht von Brandenburg; zog nach der Niederschlagung des Bauernaufstands als „Wasserkunstmacher“ nach Halle (Saale). Neithardt war neben A. Dürer der bedeutendste deutsche Maler seiner Zeit und führte die spätgotische Malerei in Deutschland auf ihren Höhepunkt. Er meisterte die Probleme der Wirklichkeitsgestaltung (Raumtiefe, Landschaft und porträthafte Physiognomie), wobei er um der Stimmung und der religiösen Ausdrucksgewalt willen auf Schönheit und Ebenmaß der menschlichen Gestalt verzichtete. In diesem Sinn ist auch seine expressiv leuchtende Farbigkeit zu verstehen: Grelles Licht kontrastiert mit gespenstisch fahlem Dunkel. Hauptwerke: Verspottung Christi, 1503; Kreuzigung Christi, um 1505; Standflügel des Heller-Altars, um 15101512; Die heilige Elisabeth und Lucia; Isenheimer Altar, um 15121516; Das Schneewunder, 15171519; Maria mit dem Kind, um 1518; Die hll. Erasmus und Mauritius, um 15211523; Tauberbischofsheimer Altar, um 1525.
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