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LEXIKON

Muskerziehung

Musikpädagogik
die Erziehung zur Musik (und auch durch Musik). Das Ziel der Musikerziehung, deren die charakterliche Bildung fördernden Wert bereits die Griechen des Altertums erkannten, ist die Entwicklung der musikalischen Anlagen des Menschen, die Steigerung der Sensibilität und die Förderung des logischen und kreativen Denkens. Während sie im Mittelalter fast ausschließlich Angelegenheit von Kirche und Klöstern blieb, wurde sie mit der großen pädagogischen Reform J. H. Pestalozzis wichtiger Bestandteil der Volksbildung und durch H. G. Nägeli, Ludwig Natorp, C. F. Zelter u. a. auch der Schulerziehung. Nach moderner Auffassung soll die Musikerziehung gemäß den Bestrebungen von H. Kretzschmar, Leo Kestenberg, C. Orff und E. Preußner bereits beim Kleinkind beginnen und in der Schule weitergeführt werden. Neben der Musikerziehung in der Schule kommen als weitere Faktoren der Musikerziehung hinzu: der private Musikunterricht, Musikschulen, Volkshochschulen sowie Chor- und Orchestervereinigungen.
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