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LEXIKON

Moreau

Jeanne, französische Filmschauspielerin, * 23. 1. 1928 Paris; begann 1949 ihre Karriere am Theater; später erfolgreiche Charakterdarstellerin im Film: „Fahrstuhl zum Schafott“ 1957; „Jules et Jim“ 1961; „Viva Maria“ 1965; „Die Braut trug Schwarz“ 1967; „Querelle“ 1982; „Das Wunder“ 1987; „Bis ans Ende der Welt“ 1991; „Auf immer und ewig“ 1998; „Diese Liebe“ 2001; führte auch selbst Regie.
Moreau, Jeanne
Jeanne Moreau
  • Deutscher Titel: Jules und Jim
  • Original-Titel: JULES ET JIM
  • Land: Frankreich
  • Jahr: 1962
  • Regie: François Truffaut
  • Drehbuch: Jean Gruault, nach einem Roman von Henri-Pierre Roché
  • Kamera: Raoul Coutard
  • Schauspieler: Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri Serre
François Truffauts »Jules und Jim« gilt schon bald nach der Uraufführung am 23. 1. 1962 als Klassiker des französischen Kinos. Jules und Jim sind unzertrennliche Freunde, die sich um die Jahrhundertwende in dieselbe Frau verlieben. Cathérine heiratet Jules, hegt aber auch weiterhin Gefühle für Jim. Einige Male werden die Freunde getrennt und wieder vereint, ohne dass sich an ihrer Beziehung etwas ändert. Sie endet erst nach Jahren, als Cathérine bei einer Fahrt mit Jim das Auto in die Seine lenkt und beide ertrinken.
Truffaut erzählt von der unmöglichen Liebe in einer Folge von realistischen Schilderungen, ironischen Betrachtungen und Momentaufnahmen voller Leichtigkeit.
  • Deutscher Titel: Viva Maria!
  • Original-Titel: VIVA MARIA
  • Land: Frankreich
  • Jahr: 1965
  • Regie: Louis Malle
  • Drehbuch: Louis Malle, Jean-Claude Carrière
  • Kamera: Henri Decae
  • Schauspieler: Brigitte Bardot, Jeanne Moreau, George Hamilton, Gregor von Rezzori
In Mexiko begegnen sich 1903 zwei starke junge Frauen, eine Irin (Brigitte Bardot) und eine Französin (Jeanne Moreau), die beide Maria heißen. Sie stellen eine zugkräftige Stripteasenummer auf die Beine, suchen sich Männer und nehmen schließlich für das unterdrückte Bauernvolk den Kampf gegen das Establishment auf. Sie werden zu Volksheldinnen und gehen nach Paris Ziel ihrer nächsten Revolution.
Louis Malles Ausflug in die kommerzielle Komödie kann es auch an der Kinokasse mit US-amerikanischen Westernparodien aufnehmen. Für beide Hauptdarstellerinnen ist es ein Durchbruch für Brigitte Bardot als Schauspielerin und für Jeanne Moreau als Komödiantin. Malle persifliert die verschiedensten Genres, vom Kostümfilm über den Western bis zum intellektuellen Film der französischen »Nouvelle Vague«. Es bleibt aber sein einziger Ausflug in dieses Metier.
  • Deutscher Titel: Die Braut trug schwarz
  • Original-Titel: LA MARIÉE ÉTAIT EN NOIR
  • Land: Frankreich
  • Jahr: 1968
  • Regie: François Truffaut
  • Drehbuch: François Truffaut, Jean-Louis Richard, nach einem Roman von Cornell Woolrich
  • Kamera: Raoul Coutard
  • Schauspieler: Jeanne Moreau, Jean-Claude Brialy, Michel Bouquet, Charles Denner
Julie Kohler (Jeanne Moreau) spürt der Reihe nach fünf Männer auf und bringt sie mit skurrilen Methoden um; zu ihren Opfern gehört sogar ein junger Maler, von dem sie sich angezogen fühlt. Die Frau will sich auf diese Weise für den Tod ihres Mannes rächen: Ihr Bräutigam kam auf den Stufen der Hochzeitskirche durch die Fahrlässigkeit der fünf im Umgang mit einem Jagdgewehr ums Leben.
»Die Braut trug schwarz« ist eine spannende Variation des in den 60er Jahren beliebten »amour-fou«-Themas. Der US-Amerikaner Cornell Woolrich, der viele Schauergeschichten für Kriminalfilme der 40er Jahre schrieb, lieferte die Romanvorlage für diesen schwarzen Film. Die Musik, die an die Hitchcock-Filme erinnert, wird von dessen langjährigem Mitarbeiter Bernard Herrmann geschrieben, der schon in »Der unsichtbare Dritte« und »Psycho« eine unverwechselbare Klangfarbe kultivierte.
  • Deutscher Titel: Querelle Ein Pakt mit dem Teufel
  • Original-Titel: QUERELLE
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1982
  • Regie: Rainer Werner Fassbinder
  • Drehbuch: Rainer Werner Fassbinder, Burkhard Driest, nach einem Roman von Jean Genet
  • Kamera: Xaver Schwarzenberger
  • Schauspieler: Brad Davis, Franco Nero, Jeanne Moreau, Laurent Malet, Hanno Pöschl
Der Film spielt während des Zweiten Weltkriegs in Brest, einer Hafenstadt in der Bretagne. Der Matrose Querelle (Brad Davis) besucht ein Bordell, um einen Rauschgiftdeal zu machen. Später bringt er seinen Kompagnon um. Die in dem Bordell Anwesenden, die Chefin, der Wirt, ein Polizist und Querelles Bruder sowie sein Vorgesetzter, Leutnant Seblon, sind ihm völlig verfallen. Querelle lässt sich mit allen ein. Der Arbeiter Gil, ebenfalls ein Mörder, wird sein bester Freund und Geliebter. Trotzdem verrät er ihn an die Polizei. Als Querelle Brest verläßt, bleiben zahlreiche gebrochene Herzen zurück.
Diese Fassbinder-Verfilmung ist ein experimentelles Werk, das die Geschichte seiner literarischen Vorlage nur fragmentarisch entwickelt. Der Film lebt von Reflexionen, Dialogen und Gesten, wobei die Studioinszenierung und die grellen Farben eine künstliche Atmosphäre schaffen. Es ist ein Film über Sexualität und Gewalt und eine Studie menschlicher Gefühle und Sehnsüchte.
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