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LEXIKON
 

mechanstische Weltanschauung

die Zurückführung aller Naturvorgänge auf mechanische Vorstellungen; seit der Antike in verschiedener Form in philosophischen Systemen aufgegriffen besonders seit der Aufklärung (J. O. Lamettrie). Alle Vorgänge innerhalb des Naturgeschehens sollten auf mechanische Ursachen (Bewegung, Stoß, Druck) zurückgeführt werden. Welt, Lebewesen, Mensch wurden als „Maschinen“ gedacht. Bei mechanistischen Vorstellungen sind alle Erklärungen durch Zwecke (Teleologie) ausgeschlossen. Aus diesem Grund braucht der Mechanismus jedoch nicht zum Materialismus zu führen. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die mechanistische Weltanschauung durch den Vitalismus verdrängt. Eine mechanistische Weltanschauung kommt aber auch in dem der klassischen Physik zugeordneten naturwissenschaftlichen Weltbild zum Ausdruck, in dem alle Vorgänge durch Kausalgleichungen darstellbar gedacht werden und streng determiniert sind.
 

 

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