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LEXIKON

Maxwell

Maxwell, James C.
James C. Maxwell
James Clerk, schottischer Physiker, * 13. 6. 1831 Middlebie bei Edinburgh,  5. 11. 1879 Cambridge; 18561865 Professor in Aberdeen und London, dann Privatgelehrter, seit 1871 Professor in Cambridge; der bedeutendste theoretische Physiker des 19. Jahrhunderts. Er stellte 1873 die Maxwellschen Gleichungen (Maxwellsche Theorie) auf und gab damit die theoretischen Grundlagen für die von M. Faraday und H. C. Oerstedt gefundenen Zusammenhänge zwischen Strom und Magnetfeld. Aus diesen Gleichungen lassen sich alle makroskopischen Erscheinungen bei statischen und zeitlich veränderlichen elektrischen und magnetischen Feldern ableiten. Maxwell folgerte aus seiner Theorie, dass ein schwingender elektrischer oder magnetischer Dipol (Sender) Energie in Form von elektromagnetischen transversalen Wellen aussendet, wobei ein sich zeitlich änderndes elektrisches Feld ein magnetisches Wirbelfeld erzeugt und umgekehrt jedes sich ändernde Magnetfeld ein elektrisches Wirbelfeld hervorruft; beide Felder greifen gewissermaßen kettenartig ineinander. Nach Maxwell (1865) besteht auch das Licht aus kurzen elektromagnetischen Wellen. 1886 wies H. Hertz die von Maxwell vorausgesagten Wellen (Rundfunkwellen) nach. Weiterhin baute Maxwell die kinetische Gastheorie (Maxwellverteilung, Geschwindigkeitsverteilung) auf und leistete Bedeutendes auf dem Gebiet der Thermodynamik.
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