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LEXIKON

Masern

lateinisch Morbilli
meist schon im Kindesalter auftretende, hochgradig ansteckende, meldepflichtige Infektionskrankheit, hervorgerufen durch das Masernvirus. Überstandene Masern hinterlassen lebenslange Immunität. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Ansteckungsgefahr besteht bereits 12 Tage vor Krankheitsausbruch. Die Inkubationszeit beträgt 911 (14) Tage. Dann kommt es zu einem grippeähnlichen Vorstadium von 35 Tagen mit Abgeschlagenheit, Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung und einem ersten Fiebergipfel. Oft zeigen sich kleine weiße Stippen mit rötlichem Hof in der Mundhöhle auf der Wangenschleimhaut (Koplik-Flecke), die sich nach 23 Tagen wieder zurückbilden. Anschließend beginnt das Hauptstadium mit erneutem Fieberanstieg, verstärkten Grippesymptomen und fleckigem, rotem Hautausschlag, der meist hinter den Ohren beginnt und sich vom Gesicht bis zum Körperstamm und den Extremitäten ausbreitet.
Eine spezifisch wirksame
Therapie
gibt es nicht. Die Behandlung besteht in Bettruhe, pflegerischen Maßnahmen, Vermeidung grellen Lichts und ärztlicher Überwachung des Krankheitsverlaufs. Normalerweise sinkt das Fieber nach 45 Tagen, der Ausschlag heilt ab, und es schließt sich eine 14-tägige Erholungsphase an. In 1020 % der Fälle kommt es jedoch zu Komplikationen, die tödlich sein können, wie Lungenentzündung oder Gehirnentzündung. Letztere kann auch bleibende Schäden hinterlassen. Eine Schutzimpfung gegen Masern wird empfohlen. Impfkalender.
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