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LEXIKON

Martin du Gard

[
-ˈtɛ̃ dy ga:r
]
Roger, französischer Schriftsteller, * 23. 3. 1881 Neuilly-sur-Seine,  23. 8. 1958 Bellême, Orne; sein Hauptwerk ist ein Romanzyklus in acht Bänden „Die Thibaults“ 19221930, deutsch 1928/29, 1. vollständige Ausgabe in sieben Bänden 1961, in dem er am Beispiel zweier Pariser Bürgerfamilien, eine liberal und protestantisch, die andere konservativ-katholisch, den Konflikt zwischen Glauben und wissenschaftlichen Erkenntnissen darstellt; realistische Schreibweise, psychologisch motiviert; ferner: „Jean Barois“ 1913, deutsch 1930. Martin du Gard erhielt 1937 den Nobelpreis für Literatur.
  • Erscheinungsjahr: 1913
  • Veröffentlicht: Frankreich
  • Verfasser: , Roger
  • Deutscher Titel: Jean Barois
  • Original-Titel: Jean Barois
  • Genre: Roman
Der französische Schriftsteller Roger Martin du Gard (* 1881,  1958), Literaturnobelpreisträger , verarbeitet in seinem Roman »Jean Barois« die Dreyfus-Affäre literarisch. Deutlich sichtbar wird in diesem Werk der Wandel vom Liberalismus der Jahrhundertwende zur ideologischen Verfestigung der Jahre vor dem Ersten Weltkrieg. Beeinflusst von Leo N. Tolstoi, zeichnet Martin du Gard realistisch-psychologisch ein Bild des seiner traditionellen Werte beraubten Bürgertums und der zwischen Katholizismus und Wissenschaftsgläubigkeit, Pazifismus und Revolutionsbegeisterung schwankenden Intellektuellen vor dem Ersten Weltkrieg.
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