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LEXIKON

Mars Express

ESA-Raumsonde, die am 2. Juni 2003 mit einer Sojus-Fregat-Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus zum Mars gestartet wurde. Die Sonde, bestehend aus einem Orbiter und der Landeeinheit Beagle 2, erreichte die Marsumlaufbahn am 25. Dezember 2003. Die Landeeinheit, die Ende 2003 in der Nähe des Marsäquators aufsetzen und Boden und Gestein des Mars untersuchen sollte, ging verloren, da sie keinen Funkkontakt zum Orbiter und zu Radioteleskopen auf der Erde herstellen konnte. Der Orbiter, dessen Mission inzwischen bis 2014 verlängert wurde, kartiert die Oberfläche des Planeten dreidimensional und untersucht seine Atmosphäre, Struktur und Geologie. Die Ergebnisse der Mission zeigen, dass große Teile der Marsoberfläche noch vor wenigen Millionen Jahren von Wasser und Eisgletschern geformt wurden. In beiden Polarregionen des Mars konnten große Wassermengen in Form von bis zu 4000 m starken Eisschichten entdeckt werden. In der Marsatmosphäre wurden u. a. Spuren von Methan gefunden, das sowohl bei vulkanischen Vorgängen als auch bei der Zersetzung organischen Materials entsteht.
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