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LEXIKON

Mrbod

lateinisch Maroboduus
König der Markomannen,  37 n. Chr. Ravenna; in seiner Jugend in Rom am Hof des Augustus erzogen, kehrte später zu den Markomannen zurück, riss die Königswürde an sich und führte sein Volk zusammen mit einem Teil der Quaden aus dem Maingebiet kurz nach 9 v. Chr. nach Böhmen, wo er die Nachbarstämme unterwarf und das erste germanische Reich schuf, das etwa Böhmen, Mähren und Schlesien umfasste. An den Kriegen des Cheruskerfürsten Arminius gegen Rom nahm Marbod nicht teil. So fielen 17 n. Chr. die Semnonen und Langobarden von Marbod ab; es kam zum Krieg zwischen Arminius und ihm; 19 n. Chr. zerbrach Marbods Herrschaft, und er wurde zur Flucht auf römisches Gebiet gezwungen. Tiberius wies ihm Ravenna als Aufenthaltsort zu, wo er 18 Jahre später starb.
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