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LEXIKON

Mari

die polynesische indigene (ursprünglich ansässige) Bevölkerung Neuseelands, rund 550 000 Angehörige; im 13./14. Jahrhundert über die Cookinseln von den Gesellschaftsinseln her eingewandert, seit 1814 christianisiert. Sie bildeten zahlreiche Stämme unter der Herrschaft von Oberhäuptlingen. Diese Stämme gliederten sich in Adel und Gemeine und waren recht kriegerisch. Berühmt sind die Maori für Gesichtstatauierung mit Spiralmustern, Plastik- und Reliefschnitzereien, Federmäntel aus Kiwi-Federn und ihren Nephrit-Brustschmuck.
Die Maori wurden Mitte des 19. Jahrhunderts durch Krankheiten und Auseinandersetzungen mit den weißen Siedlern stark dezimiert; ab Mitte des 20. Jahrhunderts in die europäische Kulturgemeinschaft Neuseelands eingegliedert; spätere politische Reformen (wie z. B. 1987 die Einführung der Maori-Sprache als Amtssprache und Einbringung ihrer Kulturgeschichte in die Lehrpläne der Bildungsanstalten) begünstigten eine Neubelebung der Maori-Kultur.
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