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LEXIKON

Männerchor

in seiner heutigen Form entstanden aus den Bestrebungen der Berliner Schule in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zur Pflege des „geselligen Liedes“, die besonders durch C. F. Zelter, im Süden durch Michael Haydn, in der Schweiz durch H. G. Nägeli gefördert wurden. 1809 gründete Zelter in Berlin die „Liedertafel“, der später zahlreiche weitere Liedertafeln folgten, die ein ausgesprochen vaterländisches Gepräge zeigten. Bereits 1826 wurde das erste Sängerfest in Wädenswil abgehalten. Daneben entstanden als „Liederkranz“ bezeichnete Männerchöre. Das erste deutsche Sängerfest fand 1827 in Plochingen, das erste gesamtdeutsche Sängerfest 1845 in Würzburg statt. 1862 wurde in Coburg der Deutsche Sängerbund (DSB) gegründet; Presseorgan seit 1958 „Lied und Chor“. Ab 1860 entstanden daneben zahlreiche Arbeiter-Männerchöre, die sich 1908 zum Deutschen Arbeitersängerbund (DAS) zusammenschlossen (1933 aufgelöst, 1947 als Deutscher Allgemeiner Sängerbund wiedergegründet, Abkürzung ebenfalls DAS).
1843 entstanden in Österreich der Wiener Männergesang-Verein, 1863 der Schubertbund, 1855 der Wiener Sängerbund; Dachorganisation sind der 1948 gegründete Österreichische Sängerbund und der 1892 gegründete Österreichische Arbeiter-Sängerbund; in der Schweiz wurde 1842 der Eidgenössische Sängerbund in Zürich gegründet.
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