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LEXIKON

lateinische Sprache

zur italischen Gruppe der indoeuropäischen Sprachfamilie gehörende Sprache; ursprünglich die Sprache der Bewohner Roms und Latiums, von dort seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. mit der Machtentfaltung Roms über Italien, dann über das Gebiet des westlichen Mittelmeers ausgedehnt und zur Sprache des römischen Weltreichs und seiner Kultur entwickelt; im Mittelalter als Sprache der Kirche, Geistlichen, Gelehrten und als internationale Verkehrssprache lebendig; in der Gegenwart, außer im wissenschaftlichen Bereich, nur noch als Sprache der katholischen Kirche benutzt.
Die gesprochene lateinische Sprache entwickelte sich zum Vulgärlatein, das für die romanischen Volkssprachen die Grundlage war. Danach schnitt der Humanismus durch seine Rückkehr zum klassischen Latein, das man als unbedingtes Vorbild ansah, weiterer lebendiger Entwicklung den Faden ab.
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