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LEXIKON

Landkarte

Geographie
Karte
Bodensee: historische Karte
Bodensee: historische Karte
Das Bodenseegebiet Anfang des 17. Jahrhundert. Die Karte wurde 1603 von Tibian gezeichnet; Kartensammlung der Bibliotheque Nationale, Paris
verkleinertes, vereinfachtes Grundrissbild eines Ausschnitts der Erdoberfläche. Nicht im Grundriss darstellbare Objekte werden durch Signaturen, die meist in der Legende erklärt sind, wiedergegeben. Das Problem der Darstellung der gekrümmten Erdoberfläche in der Ebene wird durch die Kartennetzentwürfe gelöst. Die Verkleinerung gegenüber der Natur gibt der Maßstab an. Zum Karteninhalt gehören die Situation, die Geländedarstellung und die Kartenbeschriftung. Man teilt die Karten ein nach Maßstäben, Inhalt (topographische und thematische Karten), Herkunft (amtliche Karten und Karten der Verlagskartographie), Darstellungsformen (physische, politische Karten u. a.), Erscheinungsformen (Einzelkarte, Atlaskarte, Kartenwerk u. a.).
Jede Landkarte lässt sich auf eine Grundkarte zurückführen, die auf der topographischen Aufnahme beruht und von der sie durch Generalisierung, d. h. Auswahl und Vereinfachung in Anlehnung an den Maßstab und im Hinblick auf Zweck und Verwendung, abgeleitet ist. Während ihrer Erscheinungsform nach die Gebrauchs-, Atlas- und thematischen Karten der Verlagskartographie stets Rechteckkarten sind, sind die amtlichen Karten (Deutsche Grundkarte 1:5000, Topographische Karte 1:25 000, Topographische Übersichtskarte 1:200 000, Internationale Weltkarte 1:1 Mio.) entweder Gitterkarten, d. h., sie sind durch Gitternetzlinien begrenzt; oder sie sind Gradabteilungskarten, d. h., sie sind durch Längen- und Breitenkreise begrenzt. Die Herstellung und Auswertung von Landkarten ist Aufgabe der Kartographie.
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