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LEXIKON

Kurfürstentum Köln

ehemaliges deutsches Erzstift und Kurfürstentum im kurrheinischen Kreis. Es bestand aus mehreren gesonderten Teilen: Der Hauptteil lag auf dem linken Rheinufer zwischen den Herzogtümern Jülich und Berg, ein anderer Teil zwischen Jülich und Trier, auf dem rechten Rheinufer die Grafschaft Recklinghausen und das Herzogtum Westfalen. Der Erzbischof von Köln war einer der drei geistlichen Kurfürsten des Hl. Römischen Reichs, Erzkanzler für Italien wie auch des Papstes und päpstlicher Legat. Als Stifter des Bistums Köln wird Maternus genannt. Hildebold, Erzkaplan und Freund Karls des Großen, war der erste Erzbischof (785). Erzbischof Anno von Köln (10561075) war Kanzler Heinrichs III. und Reichsverweser. Nach der Ächtung Heinrichs des Löwen erwarben die Erzbischöfe von Köln den westlichen Teil von Engern und Westfalen und nannten sich nun auch Herzöge von Westfalen und Engern. Bei der französischen Invasion verlor das Erzstift die Selbständigkeit, 1801 wurde es säkularisiert. 1821 erfolgte die Wiederherstellung des Erzbistums. Seit 1929 ist Köln Metropole für Aachen, Limburg, Münster, Osnabrück (1994 zu Hamburg), Trier und seit 1957 auch Essen.
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