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LEXIKON

Kupfer

lateinisch Cuprum

Gewinnung

Das wichtigste Rohmaterial für die Gewinnung ist der Kupferkies. Dieser wird in Röstöfen vorgeröstet; das erhaltene Röstgut wird in Schachtöfen zur Entfernung des beim Rösten gebildeten Eisenoxids mit Kohle und silicatischen Zuschlägen zusammengeschmolzen, wobei sich ein Gemisch von Eisensilicat und Kupferstein (Kupfer- und Eisensulfid) bildet, das sich infolge der verschiedenen Dichten der Bestandteile nach Abfluss aus dem Ofen in zwei Schichten trennt. Der Kupferstein kommt in einen Konverter, durch den Luft geblasen wird. Hierbei entsteht Eisenoxid, das mit Quarzzuschlägen verschlackt; weiter wird das Kupfersulfid z. T. zu Kupferoxid oxidiert. Dieses reagiert mit noch unverändertem Kupfersulfid zu metallischem Kupfer. Kupferarme Erze werden mit Schwefelsäure ausgelaugt und die gewonnene Kupfersulfatlösung mit Eisenabfällen versetzt, die aufgrund der Spannungsreihe Ausfällung des Kupfers bewirken (Zementation). Das Rohkupfer wird von den noch in ihm enthaltenen Verunreinigungen (z. B. Arsen, Antimon und Blei) durch oxidierende und reduzierende Schmelze befreit (Garkupfer) und elektrolytisch gereinigt.
  1. Einleitung
  2. Vorkommen
  3. Gewinnung
  4. Verwendung
  5. Verbindungen
  6. Biologische Bedeutung
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