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LEXIKON

Kunsthochschule

Kunstakademie; Hochschule für bildende Künste
staatliche Lehranstalt zur Ausbildung bildender Künstler und Kunstpädagogen, mit den Lehrfächern freie Kunst (Malerei, Plastik, Grafik), angewandte Kunst (Gebrauchsgrafik, Schrift- und Buchkunst, Gold- und Silberschmiedekunst, Bühnenbildnerei, Kostümkunst, Wand- und Glasmalerei, Textilkunst und Keramik), Architektur (einschließlich Innenarchitektur und Raumgestaltung) und Kunstpädagogik (Vorbereitung auf den Beruf des Kunsterziehers im Schuldienst). Die älteste Kunsthochschule ist die 1577 gegründete Lukas-Akademie in Rom, der im 17. und 18. Jahrhundert zahlreiche Gründungen mit ähnlichem Charakter in anderen europäischen Ländern folgten. Großen Einfluss auf das Kunstleben, besonders auf die Entwicklung des Klassizismus, übte die 1648 gegründete Pariser Akademie aus.
In Deutschland befinden sich Kunsthochschulen heute in Berlin-Charlottenburg (gegründet 1696), Berlin-Weißensee (1947), Braunschweig (1963), Dresden (1764), Düsseldorf (1773), Frankfurt am Main (Städelschule 1817), Hamburg (1767), Karlsruhe (1854), Kassel (1777), Leipzig (1764), Mainz (1757), München (1808), Nürnberg (1662), Stuttgart (1761) und Weimar (1858). Die bedeutendste Kunsthochschule in Österreich ist die Akademie der bildenden Künste in Wien (1692). Die Schweiz hat Kunstschulen in Genf (1748) und Lausanne (1821).
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