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LEXIKON

Kultrrevolution

Große Proletarische Kulturrevolution
China: Kulturrevolution
Kulturrevolution
Parade der Roten Garde durch die Straßen von Peking.
eine 1966 von einer Gruppe in der Führung der Kommunistischen Partei Chinas eingeleitete Bewegung mit dem Ziel, überlieferte Denk- und Verhaltensweisen und „das geistige Antlitz der gesamten Gesellschaft zu ändern“. Die Kulturrevolution sollte die nach Meinung des Parteivorsitzenden Mao Zedong drohende bürokratische Erstarrung des Partei- und Staatsapparates abwenden und zugleich seine eigene Macht festigen. Die Kulturrevolution, zu deren Durchführung aus Jugendlichen bestehende Rote Garden gebildet wurden, richtete sich besonders gegen Funktionäre und Intellektuelle (Wissenschaftler, Künstler und Lehrer), die zu Millionen amtsenthoben, gedemütigt und misshandelt wurden. Die Zahl der Todesopfer geht wahrscheinlich in die Hunderttausende. Viele Kulturdenkmäler wurden zerstört. Der Lehrbetrieb an Schulen und Hochschulen wurde zeitweise eingestellt. Als die Bewegung außer Kontrolle zu geraten drohte, wurde zur Wiederherstellung der Ordnung die Armee eingesetzt. Einen vorläufigen Abschluss fand die Kulturrevolution 1969, doch blieben viele ihrer Wesenszüge auch danach bestehen. Nach Maos Tod (1976) rückte die Parteiführung von der Kulturrevolution ab und bezeichnete sie 1981 als Katastrophe.
Jiang Qing
Jiang Qing
Jiang Qing (Mitte) bei der Urteilsverkündung am 23. Januar 1981: Die Witwe von Mao Zedong wurde als Mitglied der so genannten Viererbande wegen »konterrevolutionärer Bestrebungen« zum Tode verurteilt, 1983 zu lebenslanger Haft begnadigt.
Nahezu alle prominenten Opfer wurden rehabilitiert.
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