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LEXIKON

Krampf

unwillkürliche Zusammenziehung (Kontraktion) von Muskeln, die sehr schmerzhaft sein kann; tonische Krämpfe sind länger andauernde Kontraktionen der quer gestreiften Skelettmuskulatur (z. B. Wadenkrampf). Bei klonischen Krämpfen folgen Kontraktion und Erschlaffung in raschem Wechsel aufeinander. Häufigste Ursache sind Störungen der Elektrolytkonzentration im Körper, meist in Form eines Magnesium- oder Natriumchlorid- (Kochsalz-)mangels, z. B. aufgrund sportlicher Aktivitäten, bei denen es über den Schweiß zu einem Elektrolytverlust kommt, der nicht über Flüssigkeitsaufnahme ausgeglichen wird. Allgemein kann ein Flüssigkeitsmangel zu Muskelkrämpfen führen. Verstärkend wirken dabei Überanstrengung einzelner Muskelgruppen oder ein erhöhter Alkoholkonsum. Wiederkehrende Krämpfe können auch auf eine Polyneuropathie hinweisen. Bei einer Epilepsie treten Krampfanfälle auf, die den ganzen Körper betreffen können. Außerdem kann es auch zu Krämpfen der glatten Eingeweidemuskulatur kommen Kolik z. B. bei Nieren- oder Gallensteinen.
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