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LEXIKON

Kraftfahrzeugabgase

aus Verbrennungsmotoren (Otto-Motor) an die Umwelt abgegebene Abgase, die überwiegend die für alle Verbrennungsprozesse typischen Schadstoffkomponenten enthalten. Die Zusammensetzung der Kraftstoffe und die Steuerung der motorischen Verbrennung beeinflusst das Massenverhältnis. Ab 1970 wurden Abgasgrenzwerte zum Schutz des Menschen und der Umwelt als Gemeinschaftsvorschrift in der EWG eingeführt und EU-weit bis 2000 stufenweise verschärft, so dass inzwischen die Katalysatortechnologie erforderlich wurde. Die Schadstoff-Emissionen sind damit trotz Verdoppelung der zugelassenen Pkw gegenüber 1978 deutlich abgesunken. Da die Abgabe von verbleitem Benzin ab 1997 in Deutschland eingestellt wurde, ist auch hier eine Entlastung eingetreten. Die Katalysatortechnik hat allerdings zu neuen Umwelteinträgen von Katalysatormetallen (u. a. Platin, Palladium, Rhodium) geführt, deren kontinuierliche Anreicherung in Straßennähe Aufmerksamkeit erfordert. Ein Problem stellen weiterhin die Dieselabgase dar, die Krebs erregende Rußpartikel enthalten, da der Einbau von Rußpartikel-Filtern bisher nicht vorgeschrieben ist, obwohl Tests deren Wirksamkeit belegen. Die Belastung durch Kraftfahrzeugabgase soll durch Verkehrsbeschränkungen oder -verbote verringert werden, wenn auf Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen bestimmte Konzentrationswerte überschritten werden.
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