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LEXIKON

Korakrieg

militärische Auseinandersetzung zwischen Nord- und Südkorea 19501953. Nach dem Ausschluss Südkoreas aus dem US-amerikanischen Verteidigungsbereich im Januar 1950 griffen nordkoreanische Streitkräfte Südkorea mit sowjetischer Unterstützung an. In Abwesenheit des sowjetischen Vertreters beschloss der UN-Sicherheitsrat die Unterstützung Südkoreas durch UN-Streitkräfte. Diese begannen Mitte September mit Landungen im Rücken der nordkoreanischen Streitkräfte eine erfolgreiche Gegenoffensive, überschritten den 38. Breitengrad (Grenze zwischen Nord- und Südkorea) und näherten sich Ende Oktober unter dem US-amerikanischen UN-Oberbefehlshaber D. MacArthur der koreanisch-chinesischen Grenze. Um der Bedrohung durch ein antikommunistisch-proamerikanisches Korea zu begegnen, entsandte die Volksrepublik China mehr als 200 000 „Freiwillige“. Nach einem Stellungskrieg am 38. Breitengrad und nach zweijährigen Verhandlungen vor allem über die Gefangenenrückführung wurde der Waffenstillstand von Panmunjom am 27. 7. 1953 geschlossen. Spätere Verhandlungen über die Lösung der Koreafrage blieben erfolglos. Der Koreakrieg führte zum Aufbau eines US-amerikanischen Bündnissystems in Asien.
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