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LEXIKON

Konvention über die biologische Vielfalt

Biodiversitäts-Konvention
englisch Convention on Biological Diversity, Abkürzung CBD, internationales Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt (Biodiversität), das 1992 anlässlich der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro von mehr als 150 Staaten unterzeichnet wurde. Sie ist am 29. Dezember 1993 in Kraft getreten und bisher von 189 Staaten und der EU ratifiziert worden. Ziele der CBD sind der Erhalt der biologischen Vielfalt, ihre Nutzung nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit (nachhaltige Entwicklung) sowie die gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Gewinne. Die Entwicklungsländer, die den größten Anteil an der biologischen Vielfalt haben, sollen durch verbesserten Technologietransfer und zusätzliche finanzielle Hilfen bei der Durchführung des Übereinkommens unterstützt werden. Mit der Umsetzung der CBD soll die Funktionsfähigkeit der Ökosysteme und damit die Lebensgrundlage der Menschheit weltweit und auf Dauer gesichert werden.
Das beschlussfassende Organ der CBD sind die Vertragsstaatenkonferenzen (Conference of the Parties, Abkürzung COP), die in der Regel alle zwei Jahre einberufen werden. Bisher gab es neun COPs, die letzte fand vom 19. bis 30. Mai 2008 in Bonn statt.
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