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LEXIKON

Knox

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nɔks
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John, schottischer Reformator, * um 1514 (oder 1505) Giffordgate bei Haddington,  24. 11. 1572 Edinburgh; zunächst katholischer Priester; wandte sich um 1545 der Reformation zu und wirkte als Prediger; nach zweijähriger Gefangenschaft (15471549) erhielt er unter Edward VI. Predigerstellen in Berwick-upon-Tweed und 1551 Newcastle-upon-Tyne; floh nach dem Regierungsantritt der katholischen Maria I. Tudor 1554 nach Genf, wo er Schüler und Anhänger Johannes Calvins wurde; wirkte 15541555 in Frankfurt am Main und 15561559 in Genf als Pfarrer und als Mitarbeiter an der englischen Bibelübersetzung (Genfer Bibel). Seit 1559 wieder in Schottland; forcierte dort den Aufbau der presbyterianischen Kirche und wirkte maßgeblich an dem 1560 vom Parlament angenommenen Glaubensbekenntnis der Confessio Scotica mit.
Knox gab der schottischen Kirche ihren puritanischen Charakter und setzte den Calvinismus anstelle des Anglikanismus durch. Seine Hauptwerke sind der 1558 in Genf erschienene „Zuruf“ an den Adel und die Reichsstände Schottlands („The appellation of John Knox and an admonition to England and Scotland“ 1558) sowie die an den katholischen Herrscherinnen Europas (Marie de Guise, Maria Stuart, Maria I. Tudor) Kritik übende Schrift „The first blast of the Trumpet against the monstrous regiment of women“ 1558 (deutsch „Der erste Trompetenstoß gegen eine entsetzliche Weiberherrschaft“).
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