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LEXIKON

Klpstock

Klopstock, Friedrich Gottlieb
Friedrich Gottlieb Klopstock
Friedrich Gottlieb, deutscher Schriftsteller, * 2. 7. 1724 Quedlinburg,  14. 3. 1803 Hamburg; in Schulpforta pietistisch und humanistisch erzogen; als Theologiestudent (Jena, Leipzig) befreundet mit den „Bremer Beiträgern“ (J. E. Schlegel, J. A. Cramer, C. F. Gellert), in deren Zeitschrift 1748 die drei ersten Gesänge seines „Messias“ erschienen; 17481750 Hauslehrer in Langensalza; dort unerwiderte Liebe zu Maria Sofia Schmidt, der „Fanny“ seiner Oden; 1750 Besuch bei J. J. Bodmer in Zürich, dann in Kopenhagen; heiratete 1754 Meta Moller („Cidli“) und lebte nach ihrem Tod (1758) meist in Hamburg.
Von literaturgeschichtlicher Bedeutung ist sein biblisches, von J. Milton angeregtes Epos „Der Messias“ (17481773), das erste große religiöse Lehrgedicht der neuhochdeutschen Literatur, das er in Prosa begann, dann in Hexametern fortsetzte, und dessen feierlicher Ton und kühne Wortneuschöpfungen seinen Ruhm begründeten. Mit seinem lyrischen Werk (1771 gesammelt in den „Oden“ veröffentlicht) gelang Klopstock die Überwindung der rationalen, von der Regelpoetik bestimmten Aufklärungsliteratur, hin zu einer empfindsamen Erlebnisdichtung, die erhabene Themen wie Freundschaft, Liebe, Natur, Freiheit oder Tod behandelt. Auf griechische und englische Vorbilder zurückgehend, bediente sich Klopstock zunächst antiker Versmaße, dann aber zunehmend freier Rhythmen, um einer enthusiastischen Weltsicht Ausdruck zu verleihen. Sein patriotisches Weihespiel „Hermanns Schlacht“ 1769 zeigt das neu erwachte Interesse an altnordischer Literatur im Rahmen nationaler Identitätsfindung. Mit seiner „Deutschen Gelehrtenrepublik“ 1774, einer zeitkritischen literarischen Utopie, konnte sich Klopstock bei seinen Zeitgenossen nicht durchsetzen.
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