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LEXIKON

Klimaänderungen

langphasige Veränderungen des Klimas im Ablauf der Erdgeschichte, erkennbar aus den Ablagerungen, besonders den Fossilien der Pflanzen und Tiere der jeweiligen geologischen Formation. Die Paläoklimatologie erforscht die Ursachen der Klimaänderungen, über die verschiedene Theorien aufgestellt werden, wie z. B. Strahlungsänderungen beim Sonnenumlauf, hervorgerufen durch eine kosmische Staubwolke, die die Strahlung zur Erde abschirmt und dadurch zu einer Temperaturerniedrigung führt, oder die Milanković-Hypothese, die den Wechsel von Kalt- und Warmphasen mit der sich im Laufe der Jahrtausende verändernden Lage der Erde in ihrer Sonnenumlaufbahn in Zusammenhang bringt.
Heute werden insbesondere auch die vom Menschen verursachten Faktoren und deren Auswirkungen auf die Atmosphäre diskutiert. Als Hauptquellen kommen in Betracht: 1. die Vernichtung der Wälder (besonders tropischer Regenwaldgebiete); 2. die steigende Luftverunreinigung durch Verbrennung fossiler Brennstoffe; 3. Verwendung infrarot-absorbierender Treibgase, z. B. für Aerosol-Sprühdosen. Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass die anthropogenen Schadstoffemissionen in der Atmosphäre Konzentrationen erreichen, die eine Veränderung des atmosphärischen Strahlungshaushalts und damit globale Veränderungen des Klimas mit schwer vorausschaubaren Konsequenzen verursachen können. Klimaschwankungen, Treibhauseffekt.
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