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LEXIKON

Kernreaktinen

physikalische Vorgänge in Atomkernen, vor allem Umwandlungen von Kernen beim Zusammenstoß mit energiereichen Teilchen wie Protonen, Neutronen, Deuteronen, Alphateilchen, Elektronen und elektromagnetischen Strahlungsquanten. Die erste Kernumwandlung wurde 1919 von E. Rutherford beobachtet; die Zahl der heute bekannten Kernreaktionen ist unübersehbar. Bei der experimentellen Untersuchung von Kernreaktionen werden vor allem die Energiebilanz und der Wirkungsquerschnitt gemessen. Als kurze Schreibweisen für Kernreaktionen sind zwei Arten gebräuchlich (Beispiel):
147 N + 42 He 178 O + 11 H
14 N (α,p) 17 O
Für jedes beteiligte Teilchen steht ein Buchstabe (N = Stickstoffkern, He = α = Heliumkern = Alphateilchen, O = Sauerstoffkern, H = p = Wasserstoffkern = Proton), dem eventuell Massenzahl und Ordnungszahl als Indizes beigefügt werden. Als kurze Schreibweise für Typen von Kernreaktionen wird notiert: (α, p)-Prozesse für Kernreaktionen, bei denen ein α auf den Atomkern auftrifft und nach der Umwandlung ein p wegfliegt. Neben (α, p)-Prozessen gibt es (n, p)-, (n, 2n)-, (n, α)-, (n, γ)- sowie viele weitere Prozesse.
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