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LEXIKON

Joule-Thomson-Effekt

[
ˈdʒu:l ˈtɔmsən-; nach J. P. Joule und W. Thomson, dem späteren Lord Kelvin
]
die Änderung der Temperatur, die in einem realen Gas bei der (adiabatischen) Entspannung von höherem zu tieferem Druck, z. B. durch ein Ventil oder einen porösen Pfropfen hindurch, auftritt. Bei den meisten Gasen und normalen Temperaturen erfolgt bei der Druckabnahme auch eine Temperaturabnahme (sog. positiver Joule-Thomson-Effekt). Ausnahmen sind Wasserstoff, Helium und Neon, bei denen ein positiver Joule-Thomson-Effekt erst unterhalb einer Inversionstemperatur auftritt. Seine Anwendung findet der Effekt bei der Gasverflüssigung.
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