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LEXIKON

Johnson

[ˈdʒɔnsən]
Lyndon Baines, US-amerikanischer Politiker (Demokrat), * 27. 8. 1908 Stonewall bei Johnson City, Tex.,  22. 1. 1973 San Antonio, Tex.; 19371949 Abgeordneter im Repräsentantenhaus; 19491961 Senator, seit 1953 demokratischer Fraktionsführer im Senat. Johnson zeichnete sich durch diplomatische Fähigkeiten besonders in der Innenpolitik aus, so beim Rassenproblem (Bürgerrechtsgesetz) als Mittler zwischen den Nord- und Südstaaten. Seit 1961 Vizepräsident, wurde Johnson nach der Ermordung J. F. Kennedys 1963 dessen Nachfolger (36. Präsident 19631969; Wiederwahl 1964). Johnson setzte das innenpolitische Reformwerk seiner Vorgänger fort; über Dauer und Ausdehnung („Eskalation“) des Vietnamkriegs jedoch wuchs die Unzufriedenheit in der amerikanischen Öffentlichkeit mit seiner Regierung.
Johnson, Lyndon Baines
Lyndon Baines Johnson
Der Krieg in Vietnam: "Das neue Gesicht eines alten Feinde
Der Krieg in Vietnam: "Das neue Gesicht eines alten Feindes"
Am 7. 4. 1965 legt US-Präsident Lyndon B. Johnson in seiner Rede über die "Friedensmöglichkeiten in Südostasien" die Gründe dar, aus denen er das politische Eingreifen der USA in den Krieg zwischen Nord- und Südvietnam für unausweichlich hält:

Heute Abend sterben Amerikaner und Asiaten für eine Welt, in der jedes Volk seinen eigenen Weg wählen kann. Das ist das Prinzip, für das unsere Vorfahren in den Tälern von Pennsylvania gekämpft haben. Das ist das Prinzip, für das unsere Söhne heute Abend in den Dschungeln Vietnams kämpfen. Vietnam ist weit von diesem friedlichen Campus. Wir haben kein Territorium dort und wir suchen auch keines. Der Krieg ist schmutzig, brutal und schwierig. Mehr als 400 junger Männer, geboren in einem Amerika, das überquillt von Möglichkeiten und Hoffnungen, haben ihr Leben auf Vietnams rauchender Erde beendet ... Wir kämpfen, weil wir kämpfen müssen, wenn wir in einer Welt leben wollen, in der jedes Land sein eigenes Schicksal bestimmen kann, und nur in einer solchen Welt wird unsere eigene Freiheit endgültig sicher sein. Diese Welt wird nie durch Bomben und Granaten errichtet werden. Doch die menschlichen Schwächen sind solcher Art, dass Gewalt oft der Vernunft, die Verwüstung des Krieges den Werken des Friedens vorangehen muss ... Die Welt in Asien ist kein heiterer und friedlicher Ort. Die erste Realität ist, dass Nordvietnam die unabhängige Nation Südvietnam angegriffen hat. Das Ziel ist die totale Eroberung. Natürlich unterstützen einige Südvietnamesen den Angriff auf ihre eigene Regierung. Aber ausgebildete Männer, Nachschub, Befehle und Waffen fließen unaufhörlich von Nord nach Süd. Diese Unterstützung ist der Lebensstrom des Krieges. Und es ist ein Krieg von unvergleichlicher Brutalität ... Die konfuse Natur dieses Konflikts kann die Tatsache nicht überdecken, dass es sich um das neue Gesicht eines alten Feindes handelt. Über diesem Krieg - und über ganz Asien - hängt der dunkle Schatten des kommunistischen Chinas. Die Regierung in Hanoi wird gelenkt von Peking ... Warum sind wir in Südvietnam? ... Durch die vielen Jahre hindurch haben wir versprochen, Südvietnams Unabhängigkeit verteidigen zu helfen. Und ich beabsichtige, dieses nationale Versprechen zu halten. Das Versprechen zu missachten, die kleine tapfere Nation ihren Feinden und dem dann folgenden Terror preiszugeben, wäre ein unverzeihlicher Fehler ..."

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