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LEXIKON

Johann I.

Johann ohne Land; John Lackland
König von England 11991216, * 24. 12. 1167 Oxford,  19. 10. 1216 Schloss Newark, Nottinghamshire; versuchte vergeblich, im Bund mit Philipp II. August von Frankreich seinem Bruder Richard I. (Richard Löwenherz) den Thron zu rauben. Als er nach dem Tod Richards die Königswürde erwarb, wurde er von seinem früheren französischen Verbündeten nicht anerkannt, der ihn aufgrund seines französischen Besitzes vor ein Lehnsgericht zog und verurteilen ließ.
Der Papst erhält England als Lehen
Der Papst erhält England als Lehen
Englands König Johann Ohneland unterwirft sich 1213 nominell Papst Innozenz III.:

Wir Johann, ... entbieten allen Christgläubigen ... unseren Gruß. Es ist unser Wille, (dass ihr erfahrt), dass wir gegen Gott und unsere Mutter, die Heilige Kirche, vielfach gesündigt und Gottes Erbarmen sehr nötig haben ... Da wir den Wunsch haben, uns vor dem zu erniedrigen, der sich für uns bis zum Tode erniedrigt hat, übertragen wir ... Gott, ... der Heiligen Römischen Kirche, und unserem Herrn Papst Innozenz und seinen katholischen Nachfolgern das ganze Königreich England und das ganze Königreich Irland mit allen Rechten und mit allem Zubehör für den Erlass unserer Sünden und derer unseres ganzen Geschlechts ... Und wir empfangen und bewahren diese Länder vor Gott und der Römischen Kirche als Vasall ... und leisten den Treueid unserem vorerwähnten Herrn Papste Innozenz und seinen ... Nachfolgern."

Durch die Niederlage von Bouvines 1214 verlor Johann den englischen Besitz in Frankreich nördlich der Loire endgültig. Er musste 1215 den englischen Baronen die Magna Charta gewähren, ließ sie aber durch den Papst für nichtig erklären.
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