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LEXIKON

Japner

Asien: Völker und Sprachen
Asien: Völker und Sprachen
ostasiatisches Volk, bewohnt das japanische Inselreich, rund 125 Mio., entstanden aus der Vermischung eingewanderter altmongolisch-malaiischer Bevölkerungsgruppen mit der Ainu-Urbevölkerung. Aus den engen Beziehungen zu China seit dem 6.8. Jahrhundert n. Chr. (Einführung des Buddhismus) erwuchs eine chinesische Tochterkultur, die sich in strenger Abgeschlossenheit (16001867) weiterbildete und selbständige Züge entwickelte.
Im alten Japan gliederte sich das Volk in den Hofstaat (Kuge) des Kaisers (Mikado, Tenno), die Samurai-Kaste (Krieger, Gelehrte, Beamte, viele Priester und Ärzte) und das in Klassen geteilte gewöhnliche Volk.
Seit der Erschließung des Landes für die westliche Zivilisation im 19. Jahrhundert und besonders seit 1945 haben sich die Japaner in der Entwicklung von Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und materieller Kultur weitgehend an westlichen Vorbildern orientiert. Es finden sich aber vielfach noch alte Kulturformen, besonders im häuslichen Leben, auf dem Land und bei festlichen Anlässen.
Die alte Tracht (Kimono), die auf chinesische Vorbilder zurückgeht, ist bei Mann und Frau ähnlich. Gegessen wird mit Essstäbchen, vorwiegend Reis mit Zukost (viel Fisch, auch roh). Hauptgetränk ist Tee (auf Gesellschaften mit besonders feierlichen Zeremonien zubereitet und gereicht). Erwärmter Reiswein (Sake) ist ein beliebtes Genussmittel. Das traditionelle Haus ist ein meist einstöckiges Holzrahmenwerk mit Schiebetüren, verstellbaren Wänden und Wandschirmen aus Holz und Papier.
Kimono
Kimono
Junge Frauen in Kimonos auf dem Weg zum Meiji-Schrein.
Fechten, Ringen, Bogenschießen, Schach- und Go-Spiel sind beliebte Freizeitbeschäftigungen. Die alten Waffen und Rüstungen finden noch heute in Kult, Zeremonien, Theater und Sport Verwendung. Die Japaner sind künstlerisch sehr vielseitig (Dichtkunst, Malerei, Keramik, Kunstgewerbe).
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